China will Talentförderung stärken
China setzt verstärkt auf Bildungsreformen, um Talente gezielt für strategische Wissenschafts- und Technologieziele auszubilden. Die enge Verzahnung von Bildung, Industrie und Forschung soll Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken.
China intensiviere seine Bemühungen, eine neue Generation von Talenten zu entwickeln, die auf die strategischen Wissenschafts- und Technologieziele des Landes und die sich entwickelnden Bedürfnisse der Industrie ausgerichtet sind, sagte Bildungsminister Huai Jinpeng am Mittwoch (05.03.2025) nach der Eröffnungssitzung der dritten Sitzung des 14. Nationalen Volkskongresses (NVK). Das schnelle Aufkommen neuer Technologien, das sich beispielsweise in einem sprunghaften Anstieg des Interesses am großen Sprachmodell (LLM) von DeepSeek und an der Robotik zeigt, unterstreiche sowohl die Herausforderungen als auch die Chancen für eine Bildungsreform, sagte Huai.
"Wir sollten uns auf die technologische Entwicklung und die nationalen strategischen Bedürfnisse konzentrieren, die Innovationsfähigkeit verbessern, die Hochschulbildung optimieren und die Strukturen der Fachbereiche und die Modelle zur Talentförderung anpassen", betonte er.
Der Tätigkeitsbericht der Regierung, den Premierminister Li Qiang auf der NVK-Eröffnungssitzung vorstellte, unterstreicht den Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften. Er verspricht auch, Experten in strategisch wichtigen Bereichen auszubilden und die Bemühungen zur Ausbildung von Spitzenerfindern und dringend benötigtem Personal in Schlüsselbereichen zu verstärken.
Um die Integration von Bildung, Wissenschaft und Industrie zu stärken, erweitert China sein Programm "Outstanding Engineer Education and Training". Huai informierte, dass 40 Akademien auf nationaler Ebene eingerichtet worden seien, in denen mehr als 2.000 Chefingenieure und 10.000 Unternehmensingenieure mit Universitäten zusammenarbeiten, um Lehrpläne mitzuentwickeln und Studierende zu betreuen.
China beschleunigt die Entwicklung grundlegender Disziplinen und aufstrebender Bereiche wie künstliche Intelligenz (KI), Biotechnologie, neue Energien und neue Materialien. Die Initiative zur Förderung von Spitzentalenten in Mathematik, Informatik und anderen Kernbereichen, die für technologische Innovationen von entscheidender Bedeutung seien, werde vorangetrieben, sagte Huai.
Das Bildungsministerium strebe zudem die Einrichtung von Demonstrationszonen für die Integration von Industrie und Bildung an, wobei die Stärken führender Universitäten und Forschungseinrichtungen genutzt werden sollen, sagte er.
Huai wies auch darauf hin, dass "die Berufsbildung einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung der modernen Fertigung des Landes geleistet hat".
Zhang Yunkai, Vizepräsident des Hebei Jiaotong Vocational and Technical College, sagte, dass die Struktur der Berufsbildungsprogramme anpassungsfähiger sein müsse, um mit der industriellen und regionalen Entwicklung Schritt zu halten. Berufsschulen hätten oft Schwierigkeiten, die Entwicklungstrends der Branche und die Bedürfnisse der Unternehmen genau zu erfassen, was zu einer Diskrepanz zwischen dem Angebot an Programmen und der Marktnachfrage führe, so Zhang. Von den lokalen Regierungen werde erwartet, dass sie einen Mechanismus für den Informationsaustausch einrichten, der die regionale Industrieentwicklung sowie das Angebot und die Nachfrage nach Talenten einbezieht.
Bildungsminister Huai sagte, dass ein nationales System zum Monitoring der Angebots- und Nachfragetrends für Studierende mit unterschiedlichen akademischen Abschlüssen, einschließlich der beruflichen Bildung, verfolgen werde, um sicherzustellen, dass die Reformen mit der technologischen und industriellen Entwicklung Schritt halten.
"Das Bildungssystem sollte sich nicht nur anpassen, sondern auch technologischen Veränderungen angemessen voraus sein", sagte er.
China sei bestrebt, Talente zu fördern, um wissenschaftliche und technologische Innovationen voranzutreiben und gleichzeitig zur nationalen Entwicklung und zum globalen Fortschritt beizutragen, so Huai.
Quelle: China Internet Information Center (CIIC), German.china.org.cn, 06.03.2025